Die Elf des 20. BuLi-Spieltags

Vorneweg, solltest du Stuttgart-Fan sein, wollen wir dir hiermit unser Mitgefühl aussprechen. Solltest du die Dramatik in Stuttgart (2:2 gegen Freiburg) nicht verfolgt haben, kommt hier nochmal im Zeitraffer die Schlussphase. Kurz zur Übersicht, drei der Torschützen  stehen in unserem Team der Woche. Zwei davon hätten aber sicherlich gerne auf diese „Ehre“ verzichtet und stattdessen lieber drei Punkte mit ihrem Klub geholt. 

Die Rede ist von Emiliano Insúa und Daniel Didavi vom VfB Stuttgart. Nachdem Insúa in der 75. Minute das wichtige wie viel umjubelte 1:1 erzielte und Didavi mit seinem Treffer kurz vor Schluss die Mercedes-Benz-Arena in ein Tollhaus verwandelte, drehte sich das Blatt nochmal. Erst flog Mario Gomez mit einer umstrittenen gelb-roten Karte vom Feld, in der 94. Minute schlug dann Freiburgs Niederlechner zu und besorgte den Ausgleich. Doppelt bitter für den VfB, da man so einem direkten Konkurrenten Punkte schenkte.

Neben dieser eher traurigen Geschichte liefert der 20. Bundesliga-Spieltag aber auch schöne Momente. Wie den der Wiederauferstehung Bayers Leon Bailey gegen Bayern. Für den jungen Jamaikaner könnte sein beherzter Auftritt inkl. herrlichen Freistoßtreffers so etwas wie ein Neustart gewesen sein. Nachdem er die letzten Monate in Leverkusen und mit seinem Ex-Trainer sichtlich fremdelte, erzielte er nun seine erste Bude nach fünf Monaten und darüber hinaus das ersten Bayer-Freistoßtor seit über zwei Jahren.

Apropos Wiederauferstehung – diese feierte auch ganz Augsburg am Sonntag. Nach Monaten der Tristesse und öffentlichen Zweifel an Trainer Manuel Baum ballerte sich der FCA gegen Mainz aus der Krise. Oder vielmehr ihr Goalgetter Alfred Finnbogason sowie unter gütiger Mithilfe die Mainzer Defensive, denn: Die ersten zwei Treffer resultierten aus zwei Handelfmetern. Ein wenig bezeichnend ist das ja schon, aber letztlich sind drei Punkte drei Punkte und drei Tore drei Tore. Zumindest dem 3:0 ging dann ein blitzsauberer Konter voraus. 

Dass Finnbogasons Hattrick tatsächlich nicht zur Medaille des MVP reichte, ist außergewöhnlich wie aber auch verständlich. Denn dass ein Innenverteidiger zwei Tore in einem Spiel erzielt, ist höchst selten und wohl noch schwieriger obgleich der geringeren Zahl an Tormöglichkeiten. Leipzigs Orban wusste zwei dieser gegen Hannover zu nutzen und sammelte sechs Extra-Punkte.

Auf Käpt’n Willi und seinen Blütenstaub ist eben Verlass, speziell nachdem er in den letzten Monaten häufiger das Bankdasein fristete. Nun ist er wertvoller und gefragter denn je – Konkurrent 1, Konate, fehlt im nächsten Spiel gelb-gesperrt, Nr. 2, Upamecano, verletzt gar noch länger.

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