Die Elf des 22. BuLi-Spieltags

Die große Überraschung des Spieltags #22 folgte am Montag-Abend: Der Tabellenletzte und gefühlt schon abgestiegene Club aus Nürnberg trotze dem Spitzenreiter aus Dortmund einen Punkt ab. Sicherlich nicht schön in der Art und Weise, aber dennoch ein Unentschieden, torloser Natur. Für Nürnberg-Keeper Christian Mathenia, der in den letzten Wochen weder glücklich aussah noch glücklich wurde, ist ein Spiel ohne Gegentor quasi ein Ritterschlag, zumal gegen die BVB-Offensive. Mit vielen tollen Paraden hatte auch er gehörigen Anteil am Coup des FCN und schaffte es gar ins Team der Woche

Für den BVB bedeutete das magere Remis den Verlust von zwei fest eingeplanten Punkten im Titelkampf und ist der neue Tiefpunkt der letzten Wochen. Trotz der momentanen Tristesse führen die Borussen dennoch weiterhin die Tabelle an, wenngleich der Vorsprung geschmolzen ist…

Das liegt natürlich auch an der punktenden Konkurrenz aus München, aber dazu später mehr. Weitaus überraschender ist die Neugeburt von Leipzigs Yussuf Poulsen in dieser Saison. Gefiel er in den letzten Jahren besonders durch unermüdlichen läuferischen wie kämpferischen Einsatz, jedoch weniger durch große Torgefahr, hat er sich in der Königsdisziplin für Stürmer enorm gesteigert: 12 Tore nach 22 Spielen stehen in seiner Leistungskartei Bundesliga 2018/19. Gleichzeitig der persönliche Rekord des jungen Dänen, noch nie zuvor erzielte Poulsen im Profibereich mehr Treffer in einer Serie.

Deutlich länger auf seinen nächsten Torjubel musste Wolfsburg Maxi Arnold warten – zuletzt war er am 20. Januar 2018, also vor über einem Jahr, erfolgreich. Gegen Mainz ebnete er seinen Wölfen mit einem fulminanten Distanzschuss direkt zu Spielbeginn den Weg zum 3:0-Erfolg. Auch Teamkollege Robin Knoche traf zum ersten Mal in dieser Saison und lieferte darüber hinaus eine blitzsaubere Defensivleistung. 

Kommen wir zu den beiden 15-Tonnern des Spieltags 😀 Jenen zwei Akteuren, die satte 15 Punkte sammelten und sich in einem Hauen und Stechen um die Krone als MVP bewarben. Kerem Demirbay von Hoffenheim blieb diess aufgrund eines Zehntelpunktes weniger letztlich versagt, was seine tolle Leistung gegen Hannover aber nicht schmälern soll (ein Tor, eine Vorlage, über 100 Ballaktionen).

Der König des Spieltages trägt indes diesen Titel bereits im Namen: Bayerns KINGsley Coman erzielte – man höre und staune – seine beiden ersten BL-Saisontore am Freitag und schwang sich mit einem weiteren Assist zum Spiritus Rector im Spiel gegen Augsburg auf.

Wenn es einem zu wünschen war, dann Coman, der ja schon seit Längerem das Erbe von Rib-Rob antreten soll, aber aufgrund von vielen Verletzungen so oft zurückgeworfen wurde. Kann man dem flinken Franzosen nur wünschen, dass er nun über längere Zeit verletzungsfrei bleibt, will man häufiger solch feine Auftritt wie gegen Augsburg geboten bekommen.

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