Die Elf des 8. BuLi-Spieltages

Die Bundesliga auf Rekordjagd! Mit 147 Punkten stellt die Top-Elf des Spieltags einen neuen Saisonrekord auf, was die Gesamtpunktzahl betrifft. Kein Wunder – angesichts von 32 Toren und drei Begegnungen, die sich in die Kategorie „Schützenfest“ einsortieren lassen. Es gibt aber noch zahlreiche weitere Bestmarken und Höhepunkte, die dieser 8. Bundesliga-Spieltag bereithielt. Allem voran ein 20-jähriger Serbe…

Bevor wir unsere Jubel-Arie auf Frankfurts Wunderknaben Luka Jovic beginnen, stehen für einen Moment zwei andere Spieler im Fokus, die sich ähnlich treffsicher wie Jovic präsentierten: Da wäre zum einen Jonas Hofmann von M’gladbach, der seinen ersten Bundesliga-Dreierpack schnürte und sich immer mehr zum entscheidenden Baustein der Erfolgsserie der Borussia aufschwingt. Umso bemerkenswerter sind seine drei Treffer, da Hofmann aus dem ZM vornehmlich als kluger Ballverteiler agiert. 

Ein ähnlicher Spielertyp zieht im Bremer Mittelfeld die Fäden – Maxi Eggestein stellte als Doppeltorschütze des Bundesliga-Top-Spiel einmal mehr Werders Rekordeinkauf Davy Klaasen in den Schatten. Mit ihrer erfrischenden Art sind Hofmann wie Eggestein über kurz oder lang Kandidaten für die deutsche Nationalmannschaft, Jogi Löw dürfte sie schon länger auf dem Zettel haben. In der derzeitigen Verfassung dürfte für beide die Nominierung in unsere Elf der Woche nicht die letzte gewesen sein.

Kommen wir zum – fraglos – besten Akteur des Spieltages: Luka Jovic kannten wahrscheinlich im Sommer 2017 nur die absoluten Insider, als seine zweijährige Leihe zur Eintracht bekanntgegeben wurde. Seitdem hat der inzwischen serbische Nationalspieler eine kometenhafte Entwicklung hingelegt. Im Kalenderjahr 2018 traf z.B. lediglich Robert Lewandowski (19 Tore) in der Bundesliga häufiger als er (13). Seine Bilanz fußt natürlich nicht zuletzt auf seinen fünf Toren vom 7:1-„Wahnsinns-Freitag“ seiner Eintracht gegen Aufsteiger Düsseldorf.

Jovics Sternstunde veranlasste seinen Coach Adi Hütter gar davon zu sprechen, dass sein Talent das Zeug zum „Weltklasse-Stürmer“ besitze. Angesichts der Kaltschnäuzigkeit (fünf Tore aus sechs Torschüssen) sowie Vielseitigkeit wie er seine Tore erzielt (Kopf, rechter Fuß, linker Fuß, Seitfallzieher) eine durchaus realistische Einschätzung. Zumal er nominell erst seine zweite wirkliche Saison im Herrenbereich absolviert. 

Frankfurts Verantwortliche haben mittlerweile ihre Absichten bekräftigt, das Riesen-Talent über Leihende 2019 hinaus zu binden. Sollte dies nicht klappen und Benfica Lissabon ihn nach Portugal zurückbeordern, hat Jovic dennoch einen Platz in zahlreichen Geschichtsbüchern sicher…

  • jüngster Fünferpacker der Bundesliga-Historie
  • erster Frankfurter Bundesliga-Spieler mit fünf Toren in einer Partie
  • erster serbische Bundesliga-Spieler mit mehr als zwei Toren in einer Partie
  • erster Spieler in der Football-Stars-Statistik mit sagenhaften 18 Punkten an einem Spieltag 😉

Bleibt uns nur zu sagen: Chapeau und weiter so, Luka Jovic! Selten hatte sich ein 20-Jähriger den Titel als MVP derart verdient wie du 🙂

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